Literatur zum Internationalen Frauentag

Sie suchen noch ein Buch, das zum Internationalen Frauentag passt? Da können wir ihnen helfen.

Rikka Gan von Ragnhild Jølsen

neu übersetzt von Gabriele Haefs

Klappentext:

Wenn Leute sich offen darüber wunderten, wie in aller Welt Jon Torsen zu seiner Stelle auf Hof Gan gekommen sei, wusste immer irgendwer von zwei Frauen zu erzählen, einer dunklen und einer blonden, die sich auf den langen Weg zur nächsten Stadt gemacht und sich bei dem großen Matthias Aga persönlich für Jon Torsen verwendet hatten. „Was sagte Aga da?“, hieß es oft boshaft. „Glaubte er vielleicht, man habe ihm zwei Bettlerinnen ins Haus gelassen?“ Oh nein, was für eine Frage, sie sahen auch gar nicht wie Bettlerinnen aus, mit diesem Blick und dieser Redegabe! Das heißt, die Madame war damals wohl etwas zurückhaltender und bescheidener aufgetreten. Aber Jungfer Rikka – bei allem, was heilig ist! Die hatte den Kopf zurückgeworfen wie ein Paradepferd, sodass ihr der schwarze Haarknoten tief in den Nacken sank. „Ich hätte es gern so, Herr Aga!“, hatte sie zuletzt mit ihrer etwas harten Stimme gesagt. Dann aber hatte sie wieder gelächelt und ihre großen, weißen Zähne gezeigt.

Weibsbilder – Anthologie

Weibsbilder, Damenporträts, Görenskizzen, Schlampenkarikaturen – in diesen Geschichten sehen wir Frauen jeder Art und Größe in Situationen, mit denen nun wirklich keine rechnen konnte!

Autorinnen: Marion Hinz, Selma Lönning-Aarö, Ditte Birkemose, Karin Braun, Christine Cochrane, Marie von Ebner-Eschenbach, Marianne Fastvold, Anette Sörensen Habel, Gabriele, Haefs, Vigdis Hjorth, Rita Kelly, Sylvia Lamsfuß, Laila Mahfouz, Bodil Mårtensson, Ulrike Mattern-Ott, Fanny zu Reventlow, Astrid Rußmann, Bodil Stenseth, Joanna Sterling, Laila Stien, Annemarie Stoltenberg, Regula Venske, Gudrun Völk, Christine Vogeley, Dikken Zwilgmeyer

Frauen von Anna Munch

Übersetzung aus dem Norwegischen: Gabriele Haefs

Anna Munch, geb. Dahl, 1856 – 1936
Stammte aus dem alten norwegischen Großbürgertum, in der alle Familien untereinander verwandt waren. Wie es sich für eine Tochter aus gutem Hause gehörte, ging sie eine standesgemäße Ehe ein und heiratete 1883 den Offizier und Lehrer Peder Munch. Die Munchs versorgten Norwegen seit Generationen mit Juristen, Historikern und Schriftstellern, Annas angeheirateter Vetter Edvard sollte es als Maler zu Weltruhm bringen, galt aber als schwarzes Schaf dieser hochanständigen Familie. Anna, in ihrer Ehe unglücklich, folgte seinem Beispiel und suchte Kontakt zur Bohème ihrer Zeit. In dieser Zeit fällt ihre dramatische Liebschaft mit dem späteren Literaturnobelpreisträger Knut Hamsun, der Anna Munch in mehreren Romanen, unter geändertem Namen auftreten lässt. Ihre Ehe wurde geschieden, als „schuldig Geschiedene“ hatte sie keinen Anspruch auf Unterhaltszahlungen durch den Exmann. Sie lebte zunächst in bitterer Armut, fing dann aber an zu schreiben, „Frauen“, 1889, war ihr erster Roman. Es folgten weitere Romane, einige Erzählbände und das Schauspiel „Psyche“. 1910 heiratete sie den 15 Jahre jüngeren homosexuellen Schriftsteller Sigurd Mathiesen, die beiden ließen sich in der Kleinstadt Stavern an der norwegischen Südküste nieder, fanden dort aber nicht die gesuchte Ruhe, und gingen schließlich nach Dänemark.